Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind und Ihre Krankenkasse wechseln oder sich künftig privat versichern möchten, ist eine Kündigung Ihrer bisherigen Krankenversicherung unvermeidbar.
Sowohl freiwillig- als auch pflichtversicherte Kassenmitglieder können ihre Mitgliedschaft innerhalb einer Frist von 2 Monaten kündigen. Die Kündigung ist dabei standardmäßig zum letzten Tag des übernächsten Monats möglich. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass Sie mindestens 18 Monate bei Ihrem bisherigen Anbieter gewesen sein müssen um Ihre Krankenversicherung kündigen zu dürfen. Bei einem Wahltarif gilt diese spezielle 18-monatige Frist jedoch nicht.
Wenn Sie Ihren Versicherungsanbieter wechseln wollen, müssen Sie zusätzlich zum Kündigungsschreiben an Ihre bisherige Krankenkasse einen Mitgliedsantrag bei einer neuen Kasse stellen. Die Kündigungsbestätigung des alten Anbieters kann dann entweder direkt beigefügt oder zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden.

Eine Ausnahme zu einer ordentlichen Kündigung besteht nur dann, wenn die Kasse einen neuen, individuellen Zusatzbeitrag einführt oder es zur Erhöhung eines bereits bestehenden Zusatzbeitrags kommt. In diesen Fällen haben Versicherte in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Wer davon Gebrauch machen möchte, muss seine Versicherung bis spätestens zum Ende des Monats kündigen, in dem die Kasse den fälligen Beitrag erstmals erhebt bzw. erhöht. In diesem Fall ist die Kündigung ebenso erst nach dem übernächsten Monat gültig.
Eine Kündigung wird nur dann wirksam, wenn der Angestellte seinem Arbeitgeber noch innerhalb der Kündigungsfrist einen Nachweis der neuen Krankenversicherung vorlegt. Das liegt an der allgemeinen, lückenlosen Versicherungspflicht in Deutschland. Ist keine Bescheinigung vorhanden bleibt die Versicherung bei Ihrer bisherigen Krankenkasse automatisch bestehen. Eine rechtzeitige Abwicklung der Formalitäten ist daher empfehlenswert.